• 23. April 2016

23.04.2016 – 500 Jahre Reinheitsgebot

23.04.2016 – 500 Jahre Reinheitsgebot

150 150 Pro Brandenburg - Weltoffen - International - Tolerant

Anlässlich dieses 500. Geburtstages luden wir gemeinsam mit dem Verein zur Förderung Brandenburger Klein- und Gasthausbrauereien e.V. ein zum FASSBIERANSTICH + ERÖFFNUNG auf den Luisenplatz in Potsdam. Der Fassbieranstich und die Eröffnung der Brandenburger Bierstraße fanden statt unter Anwesenheit von Jann JACOBS, Oberbürgermeister von Potsdam, Albrecht Gerber, Minister für Wirtschaft+ Energie des Landes Brandenburg. Nicht nur sie, sondern einheimische Presse, als auch Auslandspresse nach einem Besuch des Landtages waren dabei. Die Bierkönigin gab sich ebenfalls die Ehre. Und nachdem die Bierstraße mit der Durchtrennung des Bandes eröffnet wurde, erhielten die teilnehmenden Brauereien ihre Bierstraßenschilder. Damit wurden ihre gastronomischen Betriebe ausgezeichnet und sind zukünftig gut gekennzeichnet.

 

ZUR HISTORIE DES BIERES

Experten sind sich einig, dass die Geschichte des Bieres

untrennbar mit der Geschichte des Brotes zusammenhängt

? daher auch die volkstümliche Bezeichnung ?Bier

ist flüssig Brot?, die bis heute ihre Gültigkeit hat. Beide

stellten ein Grundnahrungsmittel dar und finden ihren

Ursprung zu einer Zeit, als die Menschen sesshaft geworden

waren, Ackerbau betrieben und Getreide so Einzug

in den Speisenplan der Menschheit fand. Man erkannte

schon damals, dass vermahlenes Getreide besser

zu verarbeiten und bekömmlicher ist als ganze Körner.

Zusammen mit Wasser wurden die gequetschten oder

zerriebenen Getreidekörner zu einem Brei vermengt und

stellten als Teig die Grundlage zur frühen Brotherstellung

dar. Stand dieser etwas länger an einem wärmeren Ort,

so kam es durch Infektion des Brotteiges mit wilden Hefen

aus der Luft zu einer spontanen Gärung. Der Wasseranteil

war dabei entscheidend: Wenig Wasser machte

aus dem Brei ein Brot, wurde mehr Wasser zugefügt,

entstand eine Art Ur-Bier. Schon ca. 3.000 bis 2.000 vor

Christus tranken die Sumerer ein bierähnliches Getränk.

Die Ackerbauern aus Mesopotamien, dem heutigen Irak,

hielten Herstellungsprozess, Rezeptur und Ausschank ihres

Alltagsgetränks auf Tontafeln fest. Trüb, lauwarm und

süß, wie ein flüssiger Brotteig, muss das frühe Bier geschmeckt

haben, das einen sehr geringen Alkoholgehalt

hatte.

Bier wird heute in modernen Brauereien unter höchsten

hygienischen Standards gebraut. Die Brautechnik, für die

Deutschland ebenfalls weltberühmt ist, ist über die Jahrzehnte

immer weiter verbessert worden. Die vier natürlichen

Zutaten Wasser, Hopfen, Malz und Hefe werden

sorgsam ausgewählt und kontrolliert. Deutsches Bier ist

im Sinne des Gebots von 1516 nach wie vor ein Naturprodukt.

Das Grundprinzip des Brauens hat sich nicht

verändert.

Es gibt derzeit 19 private Klein- und Gasthausbrauereien

im Land Brandenburg, die den goldenen Gerstensaft

nach den alten Regeln der Braukunst aus

Hopfen + Malz mit Hefe und Wasser selbst herstellen.

Diese Regeln sind im ?DEUTSCHEN REINHEITSGEBOT?

von 1516 seit 500 Jahren gesetzlich vorgeschrieben.